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Geburt-Schwangerschaft:
Die Mitteilung über die erste Schwangerschaft ist natürlich ganz was Besonderes. Und die
Schwiegermutter beschenkt oft dann die zukünftige Mutter. Es wird nicht erlaubt, dass die
schwangere Frau hart arbeitet. Es wird sehr aufgepasst, dass sie nie traurig wird. Wenn
sie einen besonderen oder gar ausgefallenen Essenswunsch hat, dann wird unbedingt
versucht, diesen Wunsch zu verwirklichen, egal was es sein möge, zB. Kirschen mitten im
Winterusw.
Bei den Vorbereitungen der Sachen für das kommende Baby wird für Jungen oft hell blau
und für Maedchen hell rosa gewaehlt. In manchene Orten der Türkei wird aus 40
verschiedenen Stoffresten eine Baby Decke genäht. Meist sind schon alle nützlichen
Sachen per Geschenk von Familien-Mitglieder usw. vorhanden.
Falls man sich vor der Geburt für einen Nabelnamen (Göbek Adi) entscheidet, wird
dieser Nabelname bei der Durchtrennung der Nabelschnur gegeben. Der Mann beschenkt seine
Frau nach der Geburt ihres Kindes unbedingt mit einem möglichst wertvollen Geschenk. Das
ist oft ein Goldarmband oder eine Goldkette. Wenn die junge Mutter nach Hause kommt,
erwartet sie ein schön
geschmücktes Wochenbett. In den ersten Tagen empfaengt sie nur Besuch aus dem engen
Familienkreis. Die Besucher bekommen dann das traditionelle ''Lohusa Serbeti''; das ist
ein süsses Getraenk ,zubereitet aus einer rötlichen Zucker art. Von den
Familien-Mitgliedern wird sie auch beschenkt. Die Geschenke für das Neugeborene sind oft
eine Goldmünze oder Kleidung. Früher wurde auch darauf geachtet, dass die Mutter bis 40
Tage nach der Geburt nicht aus dem Haus gehen soll, um die Zeit, sich zu erholen, zu
nutzen. Nach ein paar Tagen bekommt das Neugeborene einen Namen. Oft wird der
Name von den frischen Eltern zusammen ausgesucht. Die 'Taufe' erfolgt so:
Der Opa, oder Imam nimmt das Baby und dreht sein Gesicht zur Kabe. Ans linke Ohr wird das
''Ezan''; ,ans rechte Ohr wird dreimal der Name des Kindes geflüstert. Dann wird gebetet
und dafür gebeten, dass der Name Gutes bringt. In vielen ländlichen Gebieten in der
Türkei gibt es noch eine Sitte: Es wird, um die zukünftigen Ausgaben zu bestreiten, im
Namen des Kindes viele Baeume geplanzt, zb. Pappeln. Oder Trauben-Plantagen. In 20-25
Jahren, wenn das Kind gross ist, dient dann dieses Gelaende, um z.B. die Kosten für ein
Studium oder eine Hochzeit zu aufzubringen.
Es gibt noch eine interresante Sitte, wenn das Baby den ersten Zahn bekommt, und wer ihn
als erstes sieht, beschenkt das Kind mit Kleidung. Dazu wird noch eine kleine Feier
abgehalten, wo man ''Dis Bulguru''; eine Art gekochten Weizen, gemischt mit
Nüssen,Pistazie usw., reicht. Alle Gäste haben ein Geschenk für das kleine Baby mit.Das
ist ein Spielzeug oder Kleidung.
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