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Die anatolische Kultur läßt sich von ihrer Struktur und Entwicklungslinie her kaum mit der anderer Nationen vergleichen. Seit undenklichen Zeiten schon ist Anatolien eine Brücke zwischen Ost und West. Über diese Brücke sind nicht bloß Menschen gegangen, sondern mit ihnen auch viele Kulturprodukte, die zahllose Spuren und Überreste zurückgelassen haben. Um die grundlegende Besonderheit Anatoliens zu verstehen, muß man von heute her in die Vergangenheit auf eine ermüdend lange, beschwerliche, dafür aber froh und stolz machende Reise gehen und an bestimmten leuchtenden Haltepunkten der Kultur rasten. Der wichtigste Führer auf dieser langen Reise ist eine wissenschaftliche Vorgehensweise, die sich auf Grabungsergebnisse, ethnologische Funde, auf Traditionen und Gebräuche, die in der anatolischen Volksseele blühen, auf Gewohnheiten und Verhaltensweisen, alltägliche Verrichtungen und nicht zuletzt auch auf Glaubensvorstellungen stützt. Man kann die anatolische Kultur nur verstehen, wenn man alle diese Dinge im Zusammenhang betrachtet, in Bezug aufeinander, indem dabei eins das andere erhellt. Im übrigen ist der erfolgreichste Weg der, die Menschen Anatoliens in ihrem Alltagsleben, aus ihren Bräuchen heraus kennenzulernen.

Eines Tages öffnet sich dann womöglich von einem für primitiv gehaltenen Überrest oder von einem Stück Traditionsgut her eine Tür auf eine bisher unbekannte Entwicklungsstufe der Kultur, und für den Forscher ergibt sich ein ganz neuer Aspekt.

Der Anatolier, der seine Vergangenheit in seinen Traditionen, seinen Alltagsverrichtungen, seinen Verhaltensweisen mit sich trägt, gleicht nicht den Menschen anderer Scholle. Man versteht ihn erst, indem man sein Land kennenlernt und den Wesenskern seines gelebten Lebens in seinen Grundelementen erforscht.

Der Name unserer schönen anmutigen Nachbarstochter ist Sibel. Wenn wir ihr nachgehen, ihr folgen, ohne daß sie es bemerkt, dann gelangen wir von heute aus mindestens 7000, 8000 Jahre weit in die Vergangenheit zurück. Dort begegnen wir der Muttergöttin Kybele. Aufgrund einer kleinen Sprachanalyse öffnen sich uns schnell die Türen der achttausendjährigen Vergangenheit.

Sibel ist jung, sie amüsiert sich gerne, geht gerne spazieren, auch ins freie Feld; sie sammelt dort Blumen, möchte ihre Zukunft erfahren. So pflückt sie aus dem Grün, in das sie sich ausgestreckt hat, ein Kleeblatt und fragt das Orakel, indem sie ein Blättchen nach dem anderen ausreißt. Das sieht wie eine harmlose Spielerei aus; und doch sind wir, ohne es zu wissen, im Haus der Muttergöttin Kybele. Der Klee schmückt den Kopfputz der Muttergottheit, gilt insgeheim als glückbringende Pflanze, ist das nährende Kraut, das die Bäuerin ihren Kühen verfüttert in der Hoffnung, daß die Tiere dann mehr Milch geben und fruchtbar sind. Auch trocknet man auf unseren Dörfern den Klee als Winterfutter für die Rinder; eingewickelt in einen Tuchflicken verwahrt man ihn beim Hauseingang, was auch wieder ein geheimer Hinweis auf die Segenswirkung hat.

Woher kommt diese Verehrung der Muttergottheit? Weshalb tritt sie uns, wo auch wir hingehen, in immer anderer Verkleidung entgegen? Dahinter verbirgt sich die im frühgeschichtlichen Anatolien geltende mutterrechtliche Familienstruktur; es ist die Widerspiegelung der Souveränität der Frau in der Gesellschaft. Wohingegen in griechischen und römischen Texten die Frau nicht das Gegenstück des Mannes, sondern ihm „nebengeordnet“ ist, unter seiner Hoheit steht, eine „Gespielin“ des Gottes Zeus. Die Muttergöttin Kybele ist die Quelle der Fülle und Fruchtbarkeit. Deshalb fällt es uns nicht schwer, ihre vollen Hüften und riesigen Brüste als Ausdruck ihres Wesens zu verstehen. In der türkischen Sprache gibt es den Ausdruck „toprak-ana“ (Mutter-Erde), was ebenfalls eine Frucht des alten Glaubens an die Muttergottheit ist. Die Erde ist heilig, verehrungswürdig, Trägerin aller Geheimnisse; das Menschengeschlecht kommt aus ihr und kehrt in sie zurück.

Dieser alte, von Nebelschleiern bedeckte Glaube ließ den Volkssänger Asik Veysel sagen: „Meine treue Braut ist die schwarze Erde“. Selbst der Eingottglaube läßt das Menschengeschlecht aus Erde geschaffen sein. Der Naturphilosoph Empedokles kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, daß eines der vier Grundelemente alles Seienden Erde sein muß, und zwar wegen der fruchtbaren, nährenden, gebärenden Eigenart.

Von der Helligkeit der Erde ausgehend, machen wir uns auf den Weg nach Ivriz und sehen in den großen Felsen am Flußufer ein Relief eingehauen. Da ist ein männliches Wesen dargestellt mit einer Weizenähre in der einen Hand und einer Weintraube in der anderen. Der Hethiterkönig bringt seiner Gottheit ein Opfer dar. Weizen und Trauben sind auch heute noch heilig wegen ihrer nährenden, Wachstum verleihenden Fülle. Es gibt viele Aussprüche über Trauben und Weizen. In verwandelter Form lebt der alte Glaube unter uns weiter. Sogar auf Grabsteinen sehen wir heute auf den Weinstock bezogene Inschriften und Verzierungen.

Wir alle kennen das rot gefärbte süße Getränk, das der Wöchnerin verabreicht wird; derjenige, der vom Land stammt weiß, daß seine Mutter diesen „Sorbet“ getrunken und ihn ihrer Tochter oder Schwiegertochter zu trinken gegeben hat. Mit einer roten Blume, die im Türkischen „Bräutchen“ heißt, wird dieses Getränk zubereitet. Es ist die Blume des auf dem Felde von einem wilden Eber getöteten Adonis; aus seinem zur Erde tropfenden Blut entsprangen diese „Adonisröschen“. Adonis ist eine syrische Gottheit, die, mit etwas anderen Eigenschaften, im hethitischen Sommergott Telepinu seine Entsprechung hat.

Adonis bzw. Telepinu ist eine Gottheit der Fülle und Fruchtbarkeit. Da man dem Adonisröschen auch potenzsteigernde Kraft zuschreibt, macht man Süßigkeiten daraus, eine süße Paste, die man in der Hochzeitsnacht dem Bräutigam zu essen gibt. Die Wurzel des in der Gegend von Manisa gefeierten „Mesir“-Festes liegt hier. Die bei diesem Fest verteilten „Mesir“-Kaubonbons führen uns zu Adonis und seinem Weggefährten Telepinu zurück. Daß der Bräutigam heutzutage, ehe er ins Brautgemach eintritt, „baklava“ (ein süßes Blätterteiggebäck) essen muß, deckt sich ebenfalls damit.

Warum wohl hält man das Schwein für unheilbringend, verflucht es? Da muß man nicht allzu weit ausholen. War es nicht das Schwein, das Adonis getötet hat? In veränderter Form hat diese Sage sogar den späteren Eingottglauben beeinflußt. Die Tradition stammt zweifellos aus dem Süden. Wenn dagegen heutzutage dem Hirsch Verehrung und Liebe entgegengebracht und ihm glückbringende, beschützende Kräfte zugeschrieben werden, müssen wir auf die Hirschgöttin Runda der Hethiter zurückgehen. Bei den Sagen, in denen Adler, Schlangen und andere Wesen vorkommen, so wie sie seit der Seldschukenzeit auf schmückende Reliefs an Medresen, Häusern und Tempeln zu sehen sind, handelt es sich dagegen um Erzeugnisse aus dem produktiven Geist des anatolischen Menschen.

Selbst heute schwören die Kinder, vor allem in ländlichen Gegenden, mit den Worten: „Wenn ich lüge, soll mich die Sonne schlagen!“ Tief in der Erinnerung unseres Volkes lebt die Verehrungswürdigkeit der Sonne. Zum Beispiel heißt es ja auch: „In Richtung Sonne spuckt man nicht, pinkelt man nicht, schimpft und flucht man nicht.“ Das alles stammt aus einer Frühzeit, in der die Sonne eine Gottheit war. Aus vorhethitischer Zeit bzw. von den Hethitern her ist eine Sonnenscheibe „Sittaris“ auf uns gekommen. Wenn wir an Hauseingängen, über Türen Verzierungen sehen, die die Sonne reflektieren, ist das auch nichts anderes als ein Hinweis auf die Göttlichkeit der Sonne.

Besonders in der Gegend von Denizli werden ständig „Hahnenkämpfe“ durchgeführt. Die Wurzeln dieser Veranstaltung gehen auf die Galater zurück, die diese besondere Tradition nach Anatolien mitgebracht haben. Wir kennen eine Urkunde, in der diejenigen, die die Hähne kämpfen lassen, als „Eroswesen“ qualifiziert werden. Von daher gesehen muß der Hahnenkampf ein uralter Brauch in Anatolien sein.

Tiere, insbesondere Bären, tanzen zu lassen, ist auch heute eine verbreitete Sitte, die eine vieltausendjährige Vergangenheit in diesem Land hat. Zum Beispiel sehen wir auf einem Relief in Tel-Halef zwei Bären, die Lyra und Tamburin schlagen, zusammen mit anderen Tieren, die tanzen. Unter anderem kann man einen Fuchs, einen Esel, einen Schakal und einen Löwen deutlich erkennen. Auch der Hase auf dem Relief verdient Beachtung, weil er noch heute zum Ziehen von „Wahrsagebriefchen“ auf Straßen und Plätzen eingesetzt wird. In den ländlichen Gebieten Anatoliens, besonders dort, wo Ackerbau betrieben wird, haben auch Bräuche im Bezug auf den Mond ihre Aktualität bewahrt. Beim Säen und Pflanzen, Schneiden und Ernten kommt dem Mond und seinen Phasen eine große Bedeutung zu. Die Qualität der Saat wird, so glaubt man, vom zunehmenden oder abnehmenden Mond beeinflußt. Die einen pflanzen, mähen, ernten, sobald der „junge Mond“ (der zunehmende), die anderen, sobald der „alte Mond“ (der abnehmende) zu sehen ist. Vollmond ist besonders für die Schönheit wichtig. Außerdem sind auch Personennamen mit Bezug auf Sonne und Mond sehr gebräuchlich. Das ist nicht nur ein schöner Brauch, sondern zweifellos beruht er auf dem Glauben, daß Sonne und Mond heilige Wesenheiten, Gott und Göttin seien.

Wieder in den ländlichen Teilen Anatoliens ist es eine verbreitete Sitte, daß die Frauen sich nach einem Todesfall versammeln und die Totenklage anstimmen. Schon in Homers Werken begegnen wir einem ähnlichen Vorgang. Wie G. Thomson erforscht hat, war die Totenklage in der Frühzeit eine besondere Aufgabe der Frauen. Beispielsweise hielt es die Dreiergruppe aus Hekabe, Andromache und Helena in der „Ilias“ für ihre heilige Pflicht, den Totengesang für Hektor zu zelebrieren. Diese Totenklagen sind dem Stil nach Lyrik. Auch die Bauersfrauen Anatoliens tragen ihre Klagegesänge in poetischer Form vor. Der Mensch Anatoliens ist seit alter Zeit gewohnt, seine Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte in die Sprache des Gedichts zu fassen. Diese Sitte setzen die Volksdichter, die oft nicht lesen und schreiben können, in den auf bestimmten Vermaßen basierenden Zweiteilern, mancherorts auch Vierzeilern fort. Das verbreiteste Beispiel dafür ist das sogenannte „Schwarzmeervolkslied“, das aus siebensilbigen Vierzeilern besteht.

Das Volkslied hat in Anatolien zwei gute Freunde: Instrumentalmusik und Tanz. Mögen die Instrumente und Melodien auch von Gegend zu Gegend variieren, die Aufführungspraxis ist seit alten Zeiten immer gleich, wie wir durch in die unseren Museen ausgestellten Reliefs wissen. Alle Tänze nämlich, mögen Sie nun ihre örtliche Besonderheit haben und „Bar“, „Horon“ oder „Löffeltanz“ heißen, wurden und werden immer als Lieder mit Instrumentalbegleitung aufgeführt. Dieser Brauch ist genuin anatolisch, auch wenn in anderen Ländern eine ähnliche Anordnung vorkommt.

Wir wissen, daß die Dreiheit von Instrumentalmusik-Gesang-Tanz auch mit dem „Brautzug“ kombiniert wurde. Beispielsweise befindet sich in Ankara im „Museum für Anatolische Zivilisationen“ auf einem der ausgestellten großen, bauchigen Tongefäße die Schilderung eines Hochzeitszuges. Diese wichtige Quelle sagt, daß das junge Mädchen, also die Braut, in religiöser Hinsicht die Umgebung wechselt, d.h., unter die Hoheit eines anderen göttlichen Wesens übersiedelt. Die Grenzlinien dieser Interpretation wollen wir noch etwas erweitern: In der Frühzeit Anatoliens war die Frau dem Manne gleichgestellt. Im Hause galt unangefochten die Autorität der Mutter. Die Spuren dieses weiblichen Einflusses sehen wir auch heute noch. In ländlichen Gegenden werden die Kinder nach dem Namen ihrer Mutter genannt; die Erwähnung des Vaternamens kam erst mit dem Islam auf, als sich die patriarchalische Familienform durchsetzte. In der anatolischen Frühzeit jedoch galt die matriarchalische Familienstruktur, bei der Mann und Frau gleichberechtigt waren, was wir von den bis heute erhaltenen Felsenreliefs ablesen können. König und Königin stehen nebeneinander, sind einander ebenbürtig. Auf dem Felsenrelief von Fraktin bei Kayseri steht König Hattusil III. neben Königin Puda-Hupa auf gleicher Ebene, und beide bringen den Gottheiten Opfer dar. Auf den Verträgen der Hethiter mit Ägypten steht der Name der Königin neben dem des Königs. Wenn in der östlichen Schwarzmeerregion der Name eines Kindes erwähnt wird, geht der Name der Mutter voraus: Asiye’s Temel oder Emine’s Cemal usw. So sagt man nicht zufällig. Als Erklärung dafür: „Sein Vater ist im Krieg gefallen, und seine Mutter hat ihn großgezogen“, ist mehr als oberflächlich und außer in Einzelfällen gar nicht zutreffend.

In einigen Gegenden Anatoliens wird den Schwänen ein besonderes Interesse gezeigt und der Schwan gilt als der Vogel der Gebärenden. Die Wurzel dieser, wenn auch nicht sehr verbreiteten Tradition liegt gleichwohl in der Frühzeit Anatoliens. Schwäne sind der Göttin Leto (Leda) zugeordnet. Eines Tages, als Leto von Zeus schwanger wurde und Apollo und Artemis gebar, sangen die Schwäne Lieder, um sie ihre Schmerzen vergessen zu machen.

Hier wollen wir auch das Christentum erwähnen, das immerhin in einem Landstrich nahe Anatoliens entstand. Wie wir wissen, sind in dieser Religion Brot und Wein das Fleisch und Blut Jesu. Brot aus Weizen und Wein aus Trauben waren auch in der Frühzeit Anatoliens heilig und verehrungswürdig. Um zu verstehen, daß hier eine Vorstellung aus dem Polytheismus durch das Sieb der Überzeugungen des Eingottglaubens gefiltert und in eine neue Form gegossen wurde, dazu muß man nicht die Seherin von Delphi sein. Wir wissen, daß hinter der Heiligkeit der Traube die Dionysosfeste stecken, die – das ist Tatsache – auch in den traubenreichen Gegenden Westanatoliens abgehalten wurden. Apollo und Dionysos zusammen sind auch zweifellos die Begründer der schöpferischen Ereignisse, das man Kunst nennt. Die Dreiheit von Instrumentalmusik-Tanz-Gesang verdanken wir diesen beiden Gottheiten. Der schwarzmeerische Tanz "„Horon“ kommt wahrscheinlich von „choros“, wobei die Gestalt sich zwar oberflächlich geändert hat, aber nicht der Wesenskern.

Da wir schon auf der Reise sind, wollen wir auch die „Çapula“ genannten Schuhe von der Schwarzmeerküste betrachten mit ihrer hochgeschlagenen Spitze und der dreiecksförmigen Rückseite. Plötzlich fällt uns die Ähnlichkeit mit den Schuhen der Hethiter auf. So wie diese „Çapula“ kommt wohl auch die Mütze des Karagöz von der hethitischen Kopfbedeckung her.

Nach unserer Meinung stammen auch die großen, bauchigen Tongefäße, in denen man Getreide und Öl aufbewahrte, ebenso wie die Getreidemühlen aus Anatolien. Der primitive Mörser im Museum von Antalya ist, wann immer er auch entstanden sein mag, ebenfalls eine Erfindung des anatolischen Menschen. Andererseits, wenn Anatolien die Heimat des auf dem Lande noch sehr verbreiteten Henkelkessels und auch des „Uratäterkessels“, des „Phrygerkessels“ ist, warum können wir dann nicht an Orten, wo die Phryger gewesen sind, Funde ausstellen, die zeigen, welches Erfolgsniveau sie erreicht hatten?

Die von Hesiod in seinem Lehrgedicht „Werke und Tage“ erklärten ländliche Bräuche leben und wirken zum großen Teil im heutigen Anatolien weiter. Unter römischer Herrschaft gab es eine zwar in Anatolien entwickelte, aber dort nicht entstandene „Hamam“-Tradition. Heute lebt in Anatolien an vielen Orten der Brauch des „Braut-Bades“. Nach der Hochzeitsnacht wird die Braut mit den ihr nahestehenden Frauen ins „Hamam“ geführt. Das ist ein aus der Frühzeit überkommenes „Reinigungsritual“.

Die oben aufgereihten Beispiele ließen sich beliebig vermehren, wir könnten noch eindrucksvollere bringen. Geht man von dem uns zur Verfügung stehenden Material aus, ist diese kurze Abhandlung natürlich nicht ausreichend, um die fast zehntausendjährige Geschichte Anatoliens und seiner Menschen in ihrer Gesamtheit zu verstehen und mitzuteilen. Um Anatolien wirklich zu begreifen, muß man reisen und alle Bräuche in ihrer lebendigen Verrichtung sehen. Kurz gesagt, wer Anatolien verstehen will, sollte sich – dies als Denkmethode – wie ein Anatolier verhalten.

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Revised: 20.01.2000
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