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Heimkehren will ich zum Meer, Nazim Hikmet |
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Wenn ich weine, hören Sie
meine Stimme? Orhan Veli Kanik
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Ich
wünsche, vor Dir zu sterben, Nazim Hikmet |
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Eine Nacht, In dem
Schlaf ein Traum, Ich liebe
Dich, Ich verliere
dich, Özdemir Asaf
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I
An nichts litt er in dieser Welt so sehr
Wie an seinem Hühnerauge.
Sogar, daß er häßlich war,
Störte ihn nicht sonderlich.
Wenn seine Schuhe zufällig nicht drückten,
Dachte er nicht gleich an den Namen Gottes,
Aber ungläubig konnte man ihn auch nicht nennen.
Schade um Süleyman Efendi.
II
Kein Problem und keine Frage war
To be or not to be für ihn.
Eines Abends schlief er ein
Und wachte nicht mehr auf.
Man nahm ihn und trug ihn fort.
Man wusch ihn, sprach das Totengebet, er wurde begraben.
Wenn seine Gläubiger von seinem Tod hören,
Werden sie ihm sicher gern seine Schulden erlassen.
Was seine Forderungen betrifft,
Forderungen hatte der Selige keine.
III
Sein Gewehr brachte man ins Depot.
Seine Kleider bekam ein anderer.
In seinem Leinensack keine Kruste Brot,
Keine Spur seiner Lippen mehr an seiner Wasserflasche.
Ein Wind,
Weggeweht.
Nicht einmal sein Name blieb als Erinnerung.
Nur dieser Zweizeiler
Am Kamin des Cafés in seiner Handschrift:
"Der Tod ist Gottes Gebot,
Wenn er nur keine Trennung wäre."
Orhan Veli Kanik
(Übertragung: Yüksel Pazarkaya)
Ich lebe so
wie früher
Gehe spazieren und denke...
Nur fahre ich ohne Fahrkarte mit dem Schiff und dem Zug
Und kaufe ein ohne feilschen zu müssen.
Nachts bin
ich in meiner Wohnung, es geht mir gut
(Könnte ich doch auch das Fenster öffnen, wenn es mir langweilig wird)
Ach ... mich am Kopf kratzen, Blumen pflücken,
Hände drücken möchte ich manchmal.
Melih Cevdet Anday
(Übertragung: Yüksel Pazarkya)
Wenn
du lachst, öffnen sich Rosen Rosa-Rose
Nachtigallen sangen von dir, wir hörten zu, Rosa-Rose
Wenn du kommst kommt der Frühling, Rosa-Rose
Im Strom der Flüsse kommst du, wir freuten uns, Rosa-Rose
Mit
dem Herbstregen bist du ausgewandert, Rosa-Rose
Wir konnten es nicht glauben, Rosa-Rose
Unsere Städte stille, unsere Städte ohne dich, Rosa-Rose
So konnte es nicht sein, Rosa-Rose
Auf meinen Lippen ein letztes Lied, Rosa-Rose
Nennt immer noch dich, ruft dich, Rosa-Rose
In meinen Augen eine letzte Wolke, Rosa-Rose
Sucht immer noch dich, wartet auf dich, Rosa-Rose
Auf meinen Lippen ein letztes Lied,Rosa-Rose
nennt immer noch dich, ruft dich, Rosa-Rose
Baris Manco
Übersetzt von Aysen Doymaz
Wenn
der Tag kommt, die Anker zu lichten, verlassend die Zeit,
Legt ein Schiff ab ins Unbekannte, fort vom Hafen so weit.
Nimmt
Fahrt auf in der Stille, als hätts keinen Passagier,
Nicht Taschentuch noch Arm winkt beim Abschied hier.
Am
Kai die von dieser Reise Verbleibenden schauen so bang
Mit feuchten Augen auf des Horizonts Schwarz tagelang.
Weder
ist dies das letzte Schiff - hilflose Herzen!
Noch die letzte Trauer im Leben voller Schmerzen!
Geliebte
und Liebende warten umsonst auf der Erden
Nicht wissend, dass die Lieben nie zurück
kommen werden.
All
die vielen, die gegangen, sind nun wohl glücklich fort zu sein.
All die Jahre sind vergangen, von dieser Fahrt kehrt keiner mehr heim.
Yahya Kemal Beyatli
Wie viel Schlaf bleibt dir
noch in deinen Nächten
Niemals mehr wird es Morgen werden
Deine Augen starren auf einen Punkt an der Zimmerdecke
Weder Laken noch Kissen verstehen das Leid
Kein heller Schein auf den du wartest kommt von den Fenstern
Eingeschlossen in dein Bett weinst du über deine Hilflosigkeit
Ihre unvergessliche Gestalt
Erfüllt dich wie ein tiefer Zug aus deiner Zigarette
Was lieben ist
verstehst du eines Tages.
Eines Tages verstehst du dass eigentlich alles andere umsonst ist
Ehre Tugend Gutes Schönes.
Eines Tages schlägst du deinen Kopf an die kalten Steinwände
um ihre Stimme ein einziges Mal zu hören
Deine Verletztheit deine Zerbrochenheit wachsen und wachsen
Du spürst den tiefen Schmerz der Hilflosigkeit
Was lieben ist verstehst du eines Tages.
Eines Tages verstehst du wozu deine Hände dienen
Wieso sie dir gegeben sind
Wieso du auf diese schreckliche Welt gekommen bist
Lange lange blickst du in den Spiegeln auf deine Schönheit
Trauerst um die umsonst enteilenden Jahre
Deine Augen füllen sich du wirst traurig
Was lieben ist verstehst du eines Tages.
Ümit Yasar Oguzcan
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AKGÜN AKOVA übersetzt von Çiçek Bacik
Tag fuer Tag gestalte ich mich meinem Raume
nach,
verfeinere diese seufzende Existenz von neuem,
wer weiss, wohl empfinde ich das Schicksal
eines Insekten,
das einen Dürren Ast von innen fressend
allmählich zu einem Ast wurde,
jenes seine seltsame Schicksal
ähnlich weder der Unsterblichkeit noch dem Tode.
Edip Cansever
übersetzt von Mustafa Ziyalan