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Aliens in Istanbul , von José Harvey
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Aliens in Istanbul

Warnung: wer beim Lesen dieses Reiseberichts auf Ungenauigkeiten, Ungereimteiten oder schlicht auf Fehler stoßen sollte, so daß er den Eindruck bekommt, der Schreiber habe von Istanbul keine Ahnung, dem sei gesagt: das stimmt. Ich war noch nie in Istanbul, habe bis vor kurzem nur vage über seine Lage gewußt, und meine Vorbereitungszeit betrug knapp eine Woche. Ich berichte also über meine persönlichen Erlebnisse dort, ganz so, wie vielleicht ein Außerirdischer es tun würde.

Istanbul ist eine Riesenstadt, viel zu groß für die 4 Tage, die mir zur Verfügung stehen. Zudem ist sie durch den Bosporus und das Goldene Horn in drei große Happen geteilt. Ich beschließe also, mich auf die Altstadt zwischen dem Goldenen Horn und dem Marmarameer zu beschränken, mit eventuellen Abstechern auf die beiden restlichen Teile Beyoglu und Üsküdar. Ich komme an einem Freitag an, abends um 17:00 Uhr. Durch Aysens hervorragenden Tips weiß ich genau, wo ich hinmuß, also spare ich mir die Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt und nehme den Bus.
In Istanbul wird man als Tourist sofort erkannt, die Leute wollen dann Geschäfte machen und einem was verkaufen; wenn man Glück hat, wird man dabei weniger über den Tisch gezogen. Man muß auf jeden Fall höllisch aufpassen. Das muß ich gleich am Flughafen erfahren: da mir nicht ganz klar ist, welcher der drei oder vier bereitstehenden Busse in die Stadt fahren, stelle ich einem Mann die Frage. Der kennt nichts: unverschämt sagt er mir, das ginge nur mit dem Taxi, und nennt mir die Summe von 10 Millionen. Kurz nachgerechnet ergibt das bei mir 40 Mark, und das kann ich mir nicht vorstellen. Zwei Meter weiter steht dann der Bus. Kopfrechnen ist also ziemlich wichtig.
Der Bus fährt bis irgendwohin auf der asiatischen Seite, aber ich erfahre, daß man in Aksaray aussteigen kann. Ein Blick in mein Stadtplan verrät mir, daß das bis zu meinem Hotel in Kumkapi nicht weit ist.
Ausstieg in Aksaray. Es ist heiß und laut. Im Bus habe ich mir schon eine Laufstrecke zusammengelegt, aber ich muß doch noch ab und zu auf dem Plan schauen. Ich gehe durch eine Einkaufszone, viel Textilien, viele Schuhe, viel Lärm. Kleine Läden, steile Straßen. Die Türkeli Caddesi ist dann flach, und ich erreiche mein Hotel. Der Mann am Empfang kann sich tatsächlich an meine Faxe erinnern und läßt mir mein Zimmer zeigen. Es zeigt zur Straße, ist zweckmäßig eingerichtet und hat 3 Betten. Scherzend sage, ich würde nur eins brauchen; der Junge lacht und meint, ich hätte ja 3 Übernachtungen gebucht. Sollte ich um eine Nacht verlängern wollen, müsse ich auf dem Boden schlafen.
Ich beschließe, ein bißchen herumzulaufen und die Gegend zu erkunden. Ich halte mich für relativ sprachbegabt, aber beim Türkischen muß ich schmerzlich passen. Ich habe zwar einen Sprachführer dabei, aber ich kann mir nichts merken - es ist mir doch zu fremd. Dem Hotel gegenüber ist ein Friseurladen mit der Aufschschrift: Mardin Erkek Kuaförü. Ich schwitze. Glücklicherweise sprechen die meisten Leute eine weitere Sprache; die meisten Englisch, aber auch Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch sind vertreten. Eine davon kann ich dabei meist radebrechen; da meine Gesprächspartner sich auch nicht genieren, können wir uns prima unterhalten.
Kumkapi, die Gegend um das Hotel herum, ist ziemlich heruntergekommen. Etwa 30% der Häuser sind baufällig, bei vielen wird nur das Untergeschoß bewohnt. Dabei gibt es herrliche Häuser, reich verziert, aufwendig gebaut. Ihr Zustand ist aber bedenklich, zum Teil besorgniserregend: eingestürzte Dächer, herunterhängende Stukkaturen. Die Straßen sind dreckig, aber das scheint den Leuten nichts auszumachen. Es gibt viele Katzen, typische Straßenkatzen, die sich ihr Futter selbst zusammenjagen müssen: schlank, geschmeidig und wachsam. Am Bahnhof komme ich nicht weiter, und es erscheint mir auch nicht ratsam: vereinsamt, dunkel, verfallen. Ich drehe eine Runde, und plötzlich sieht es ganz anders aus: eine Fischkneipe neben der anderen, die ganze Straße ist herausgeputzt, richtig fein. Selbstverständlich werde ich sofort angesprochen, ob ich denn was essen möchte, bester Fischrestaurant in ganz Istanbul (davon scheint es eine Menge zu geben - bester Fischrestaurants meine ich). Mir ist es noch zu früh, ich will erst mal das Meer sehen, und eise mich los. Am Hafen von Kumkapi ist es richtig nett: ein paar Hütten sind aufgebaut, zur Straßenseite hin sind Fischstände aufgebaut, zum Meer hin Kneipen. Die Verkaufsstände sind sehr hübsch eingerichtet, bunt, ansprechend. Die Preise sind für deutsche Verhältnisse lächerlich, aber als ich (natürlich) angesprochen werde, muß ich passen: was sollte ich ohne Küche mit einem Fisch? An einer der Kneipen trinke ich ein Bier und schreibe Postkarten für meine Kinder, wenn ich sie heute losschicke, kommen sie vielleicht vor mir noch an.
Ich bin begeistert von den Gerüchen hier: es riecht nach Meer, nach Blumen, nach Sommer, es riecht nach frischgebackenem Brot, nach gebratenen Fischen, nach Gewürzen. Manchmal muß ich über mich lachen, wie ich durch eine Gasse laufe und die Luft in mich einsauge.
Nachdem ich das Meer gesehen habe, will ich mir endlich mal eine Moschee ansehen. Auf meinem Stadtplan sehe ich eine verzeichnet, und es ist nicht weit, bloß anderthalb Kilometer. Leider erweist sich dieser Kilometer als eine höllisch steile Strecke, für die ich mehr als eine halbe Stunde brauche. Ich komme am Beyazit-Platz an; dort wimmelt es von Straßenhändlern aller Art. Ich versuche, an denen vorbeizugehen, werde aber darauf hingewiesen, daß der Basar schon zu hat. Zwar wußte ich gar nicht, daß es einen gibt, noch hatte ich die Absicht dorthin zu gehen, aber ich muß mich dem Kampf stellen. Mir werden etliche Originalflaschen teuren Parfüms angeboten, ganz billig; ich lehne dankend ab. Gar nicht so einfach, die Händler abzuschütteln; ich lerne einiges über Verkaufspsychologie. Sage ich, ich hätte kein Interesse, wird der Preis halbiert, sage ich dann immer noch nicht ja, wird die Angebotsmenge bei gleichem Preis verdoppelt; schlage ich da immer noch nicht zu, wird mir ein Original-Markenfeuerzeug zusätzlich geschenkt. In den 4 Tagen habe ich die Formel nicht in Erfahrung bringen können, mit der ich wirkliches Desinteresse bekunden kann. Ich schaffe es mit einem Trick: der Händler daneben hat Kreisel im Angebot, ein nettes Geschenk für meine Kinder. Ich zeige darauf und sage, kein Parfüm, sondern Kreisel. Schon springt der Nachbar zu mir und macht mir prima Angebote. Als wir handelseinig werden, erlebe ich eine Überraschung: ich habe wohl zu gut gehandelt (oder sehe zu blöd aus für den guten Preis), und der Nachbarhändler beschimpft meinen Verkäufer heftig; der will daraufhin einen Zuschlag und bettelt förmlich darum. Am Ende bekomme ich einen weiteren Kreisel für einen kleinen Aufschlag.
Langsam wird es dunkel, es ist angenehm kühl, aber die Hektik drumherum wird kein bißchen kleiner. Ich beschließe, endlich in die Moschee zu gehen. Die Moscheen in Istanbul haben für einen Laien wie mich eine sehr heilsame Wirkung: egal, was auf den Straßen los ist (und da ist immer was los!), hier kann man sich entspannen, hier ist es ruhig. Am augenfälligsten vielleicht hier in der Beyazit Camii: schon der Innenhof ist eine Oase der Ruhe, die Menschen waschen sich Hände und Füße, lassen sich Zeit dabei und kehren langsam zur inneren Ruhe; dann gehen sie rein. Ich ziehe mein Schuhe aus und gehe auch hinein. Die Moschee wirk seltsam richtungslos, man sieht nicht auf dem ersten Blich, wo vorne oder hinten ist; später erfahre ich, daß dies auf alle Moscheen zutrifft. Da es kein Altar, keine Kerzen, keine Bildnisse gibt, fühle ich mich erstmal etwas verloren. Hinzu kommt, daß es keine Sitzreihen für die Betenden gibt, keinen Pfarrer oder sowas ähnliches. Gleichwohl sind etliche Menschen dort und beten, seltsam verstreut - warum kniet der ganz vorne, warum ist jener in einem Seitenbau, warum der dritte direkt vor einer Säule, wo er doch gar keine Sicht nach vorne hat? Nach einer Weile wird mir doch unbehaglich, wer weiß, welches Sakrileg ich gerade begehe, indem ich einfach herumlaufe und mir das alles ansehe. Ich gehe hinaus und laufe auf Umwegen nach Norden in Richtung Eminönü.
Auf der Galatabrücke ist auch zu dieser Zeit die Hölle los. Ich gehe links davon zum Ufer, um mir einen Kaffee zu gönnen; dort sind noch viele Händler: Gürtel, Schuhe, Badeschlappen, Mützen, T-Shirts. Einer verkauft Ayran, was mir zwar Appetit macht, aber doch gesundheitliche Bedenken hervorruft. Eine gute Idee scheint mir der Gurkenverkauf: eine Gurke, frisch geschält, gesalzen, für umgerechnet 15 Pfennig. Ob der gute Mann davon leben kann, ist eine andere Frage. Am Kai hat ein kleines Boot gehalten mit der Aufschrift Eminönü Ekmek Balikcisi, später lerne ich es zu deuten: Ekmek ist Brot und Balik ist Fisch. Es riecht herrlich. Ich besorge mir für 500.000 eine gegrillte Makrele, mit einer Vierteltomate und einer halben Zwiebel in ein Brötchen geklatscht - so soll es sein. Überrascht stelle ich fest, daß die Cola, die ich dazu kaufe, teurer ist als der Fisch. Als ich fertig bin, ist es fast vollständig dunkel, und zur Stadt hin bietet sich mir ein unvergleichlicher Blick: die Yeni Camii, noch nicht beleuchtet, darüber der zunehmende Mond, im Hintergrund eine ganze Reihe Kuppeln und Minaretten. Ich bin sprachlos.
Ich laufe eine Weile am Hafen entlang, bis ich gegenüber den Bahnhof erblicke. Mir tun die Füße weh, also nehme ich den Zug richtung Kumkapi. Es sind bloß zwei Stationen, aber ich habe bereits gelernt, dies nicht zu unterschätzen.
Zwischen dem Bahnhof und meinem Hotel liegt die Meile mit den Fischrestaurants; sie ist jetzt noch belebter. Ich habe zwar keinen Hunger, setze mich aber irgendwohin und trinke Kaffee. Ganz lustig finde ich, daß Straßenmusiker an den Kneipen spielen; ich bin zwar kein Kenner, aber manche klingen sehr angenehm. Weniger nett klingt es, wenn zwei oder mehr Gruppen ohne Rücksicht aufeinander auf direkt benachbarten Kneipen spielen, das hört sich nun doch zu fremdartig an. Ich schaue mich um. In Istanbul regnet es nie. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, daß die abenteuerlichen elektrischen Installationen, mit denen Kneipen ihre Festbeleuchtung zaubern, mehr als 60% Feuchtigkeit aushalten könnten.
Zurück im Hotel unterhalte ich mich mit dem Wirt. Als ich meine schmerzenden Füße erwähne, schlägt er mir vor, eine Tour zu buchen, das sei bequem und man würde zusätzlich einiges über die Sehenswürdigkeiten erfahren. Ich stimme zu und buche eine Bosporustour mit anschließendem Besuch des Dolmabahce-Palasts. Ziemlich ermüdet falle ich gegen 2 Uhr ins Bett.
Am nächsten Morgen werde ich um 7 geweckt, ich habe noch reichlich Zeit für ein Frühstück im Hotel. Die Zeit kommt mir noch reichlicher vor, als ich das Frühstück sehe, es ist nicht besonders üppig. Die leckeren Schafskäseröllchen reichen mir aber vollkommen. Der Bus holt mich ab und startet zu einer kleinen Seightseeing-Tour über die Hotels der Gegend; dort werden die anderen Touristen abgeholt. Der Reiseführer erklärt uns, daß wir dann zu einem Treffpunkt fahren werden, bei dem sich die Gruppen für die unterschiedlichen Touren bilden. Die Fahrt ist angenehm, sie führt über steile Nebenstraßen hoch zu Sultanahmet, dem Altstadtzentrum mit der berühmten Blauen Moschee. Der Anblick ist zu dieser Zeit sehr hübsch, aber leider kann ich ihn nicht genießen: der Bus fährt unbeirrt weiter. Ich beschließe, am nächsten Morgen sofort hierherzukommen.
Aus irgend einem Grund bin ich der englischsprachigen Gruppe zugeordnet; glücklicherweise ist die zweitgrößte Gruppe spanisch, und unser Bus bekommt zwei Reiseleiter. Der eine spricht für meine Begriffe gutes, amerikanisch gefärbtes Englisch, die spanischsprechende Leiterin bringt manchmal Spanisch und Italienisch durcheinander. Ihre Sprache ist wohl Französisch: einer der Mitreisenden, der eine perfekte Aussprache hat und gänzlich französisch aussieht, unterhält sich eine Weile mit ihr. Später stellt sich heraus, daß er Libanese ist. Es ist gut, daß beide Reiseleiter da sind, denn sie erzählen nicht immer dasselbe: da sie abwechselnd reden und der Bus keine Pausen macht, wird die eine Sehenswürdigkeit mal ausführlich, mal beiläufig erklärt. Außerdem scheinen sie ihre Vorlieben zu haben: sie wirft mit kunstgeschichtlich wichtigen Daten um sich, während er sich eher für Jahreszahlen und Politik interessiert. Die Fahrt zum Anlegeplatz, wo das Boot auf uns wartet, führt uns zunächst nach Eminönü, wo wir haltmachen und zum Gewürzbasar direkt neben der Yeni Camii geführt werden (den habe ich gestern abend völlig übersehen - da war die große Eingangspforte zu). Schon beim Aussteigen werden wir von Straßenhändlern belagert, aber da die Zeit knapp bemessen ist, gehen wir ohne viel Federlesens rein. Der Basar besteht aus drei u-förmig angelegten Gängen, an denen viele kleine Läden sind; dort werden Gewürze, Textilien, Backwaren, angeboten, aber auch Schmuck, Fotoartikel, Kunsthandwerk. Es erinnert mich an die Kleinmarkthalle in Frankfurt. Ich suche nach einer Batterie für meine Kamera, die leider lleer ist, kann sie aber nirgendwo finden. Alle verweisen mich freundlich zu einem anderen Laden. Ich werde die Belichtungszeiten schätzen müssen - gar nicht so einfach bei dem grellen Licht.
Die Fahrt geht über die Galatabrücke weiter, wir fahren am Dolmabahce-Palast vorbei zur Anlegestelle (die Fahrt ist länger, aber die in schneller Reihenfolge genannten Gebäude oder Denkmäler kann ich mir beim besten Willen nicht merken. Ich weiß bloß noch, daß es eine Moschee aus dem 19. Jahrhundert gibt, die durchaus europäische Verzierungen aufweist, und eine kleinere Moschee im Stil der Hagia Sophia, erbaut vom genialen Mimar Sinan. Ach ja - und daß Besiktas DER eigentliche Fußballklub sei). Das Boot fährt dann los, wir legen die gleiche Strecke zurück, aber auf der anderen Seite. Der Bosporus hat sehr viele Quallen, was meines Wissens auf Wasserverschmutzung hinweist. Überhaupt ist es, wie nicht anders zu erwarten, voller Müll: die unvermeidlichen Plastikflaschen, Tüten, Coladosen. Schade, denn das Wasser ist hellblau, der Himmel wolkenlos, die Sonne scheint ziemlich heiß. Die kühle Brise macht es angenehm erträglich. Ich stehe die ganze Zeit auf dem Deck und genieße den unvergleichlichen Anblick: rechts in der hellen Vormittagssonne die Bosporus-Villen, Gärten und Hotels, links die asiatische Seite, dazwischen die Bosporus-Brücke mit ihrem nicht abreißenden Verkehr, im Hintergrund die Stambuler Altstadt und die Öffnung zum Marmarameer. Zwischen beiden Ufern fahren behäbig Riesentanker, kleinere Motorboote, Luxusyachten, Segelschiffe, alles ist ständig in Bewegung. Wir legen an einem Hotel an, ein ehemaliger Palast, dort steige amerikanische Touristen zu: drei junge Mädchen, zwei Jungs, ein Ehepaar mittleren Alters, alle blond und sommersprossig. Wir fahren fast bis zur Einmündung des Goldenen Horns, der Topkapi-Palast mit seinen Türmen dominiert jetzt die Aussicht, dann fahren wir über den Bosporus auf das asiatische Ufer zu und kehren nordwärts wieder zurück. Auf dieser Seite sind viele noblen Patriziervillen, teilweise mit eigener Anlegestelle, dann ein Militärlyzeum, bei dem zwei Soldaten in der Hitze völlig reglos Wache halten. Dann wird das Ufer flacher, und eine kleine Festung ist zu sehen; wir lassen einen Supertanker vorbeifahren und setzen über auf die europäische Seite, wo eine viel größere Festung auf uns wartet: die Rumeli Hisari. Wir legen an und dürfen hineingehen. Es ist eine beeindruckende Festung, mit dicken Steinmauern, hohen runden Türmen und endlose Treppengänge. Erstaunt hören wir, daß sie innerhalb von vier Monaten gebaut wurde - eine gewaltige Leistung. Im Inneren der Festung ist eine Bühne samt Auditorium aufgebaut, dort werden Musikfestivals organisiert - in diesen Tagen gerade ein Jazzfestival. Dann dürfen wir uns umschauen, haben aber dazu nur 20 Minuten. Ich lasse es mir nicht nehmen und klettere auf die höchste zugängliche Stelle; außerhalb der Mauer ist ein Friedhof zu sehen. Ich habe mich in der Mittagshitze völlig übernommen und bin total verschwitzt, als ich wieder runterkomme - von der restlichen Truppe keine Spur. Ich gehe im Laufschritt raus und sehe das Boot, das einige Meter vor der Anlegestelle in den Wellen schaukelt. Aber der Reiseleiter ist noch am Kai und beruhigt mich: nein, ich sei nicht zu spät, das Boot habe abgelegt wegen deer hohen Wellen, die die großen Schiffe verursachen. Hier ist der Bosporus am schmalsten.
Wir fahren zu unserem Anlegeplatz zurück und werden zum Essen geführt, das Lokal liegt nicht weit vom Hafen von Kumkapi. Wir sitzen draußen, was bei der Hitze doch eher ein Nachteil ist; zum Glück ist es schattig. Ich unterhalte mich mit zwei Frauen aus Neuseeland und einem italienischen Ehepaar. Es ist eine lustige, bunte Mischung.
Nachmittags die Dolmabahce-Besichtigung: hier haben die letzten Sultane gewohnt, als ihnen ihre Residenz auf Topkapi zu unbequem wurde. Es ist so prunkvoll, daß es einem die Sprache verschlägt. Vor dem Eingang steht wieder ein Soldat, diesmal wirklich eindrucksvoll unbewegt in der brennenden Mittagshitze, ein großer, kräftiger Bursche, der wohl genauso den Stolz der Nation wie der Palast ausdrücken soll: schaut her, so sind wir. Der Palast strotzt vor Verschwendungssucht: Gold an Türen und Decken, tonnenschwere Kristalllüster, das Parkett aus filigranen Intarsien, die Teppiche, die Vasen, der Schmuck.
Nach der Besichtigung ist die Tour fast zu Ende; wir fahren noch über die Bosporus-Brücke auf die asiatische Seite und genießen den Anblick aus einem Hügel in der noch sehr heißen Nachmittagssonne. Unterwegs zurück zum Hotel steige ich beim Großen Basar aus. Der ist beeindruckend: gänzlich überdacht, umfaßt er mehrere Straßenzüge mit kleinen Geschäften, Cafés, sogar einem Brunnen. Hier ist es, wie man sich den Orient vorstellt. Es wimmelt von Leuten, es ist laut, es wird unentwegt gehandelt, gekauft und verkauft. Ich suche nach Mitbringseln für meine Kinder; ein Kleid für Anna und eine Weste für Luis. Das ist relativ schwer, die Leute haben aufgrund meines touristischen Aussehens abstruse Preisvorstellungen. Aber ich merke, daß sie nicht ganz ernst gemeint sind: als ich mich abwende, werden mir ganz andere Angebote gemacht. Am Ende habe ich zwar nicht genau was ich suche (zwar wird sich Anna über ihr Bauchtanz-Kostüm tierisch freuen, aber das kann sie wohl nur zu Fasching anziehen), aber ich kann genau belegen, daß ich in Istanbul war. Ich unterhalte mich kurz mit einem Caféwirt, der mich zum Biertrinken überreden will; als Argument sagt er, Maradona sei auch Argentinier und würde auch einiges trinken. Ich kontere: naja, unter Kokain tut es Maradona nicht, wenn er also was Vergleichbares anzubieten hat, dann überlege ich es mir vielleicht. Zu meiner Verblüffung zieht er die Wasserpfeife aus der Ecke und bietet mir Haschisch an. Ich lache, lehne aber doch ab.
Ich gehe aus dem Basar und bin wieder am Beyazit-Platz. Dort finde ich ein Fotoladen, der endlich meine Batterie führt. Der Inhaber ist stolz: er habe alle Batterien, die man sich vorstellen könne. Ich nenne ihm eine exotische Batterie für meinen Taschenrechner, und er hat sie tatsächlich. Er verrät mir sein Rezept: jedesmal, wenn ein Kunde eine ihm unbekannte Batterie verlangt, notiert er deren Bezeichnung und bestellt sie nach. Seit Jahren, sagt er, sei das nicht mehr vorgekommen.
Auf Umwegen nehme ich wieder Kurs auf mein Hotel. Im Nebengebäude einer Moschee ist ein Buchladen mit sakraler Literatur, aus dem Musik ertönt. Ich gehe rein, aber die Musik kommt nicht aus dem Laden, sondern von hinten, aus dem Hof. Dort sitzen ein paar jungen Leute (Studenten?) und üben Flötenmusik. Das klingt sehr beruhigend im Kontrast zum Straßenlärm. Weiter vorne ist ein weiterer Laden, dort stöbere ich eine Weile und höre mir verschiedene CDs an. Der Verkäufer kann leider kein Englisch, er ruft einen Straßenhändler, mit dem ich mich zwar sprachlich verständigen kann, der aber nicht versteht, welche Musik ich hören möchte. Es ist auch schwierig: ich weiß es selber nicht. Am Ende nehme ich eine CD und eine Cassette mit Flötenmusik mit.
Ich schlendere ziellos durch die Gassen und verlaufe mich ziemlich. Am Ende muß ich wieder meinen Stadtplan auspacken. Mittlerweile ist es dunkel, ich habe langsam Hunger und nehme Kurs auf meine Fischkneipengegend. Heute möchte ich "richtig" Fisch essen. Es ist Samstag, und wenn eine Steigerung des Kundenverkehrs gegenüber gestern möglich war, dann hat eine gewaltige stattgefunden. Alle Kneipen sind voll, es sitzen ganze Familien da, und die Musiker sind gnadenlos an jedem zweiten Tisch und singen. Laut ist es, aber nett, nicht sehr hektisch, sowohl die Besucher als auch die Kneipenwirte wirken ausgelassen und entspannt. Zwischendrin kommen Gebäck- oder Obstverkäufer und bieten ihre Waren an den Tischen an, zwei adrett gekleidete Mädels verkaufen Lotterielose (vermute ich jedenfalls. Sie sprechen mich auf Türkisch an, ich antworte auf Spanisch, und die Verhältnisse sind wenigstens für sie klar - sie ziehen weiter). Einen Auftritt verstehe ich überhaupt nicht: ein Mann läuft durch die Menge und trägt ein Segelschiff in den Farben von Galatasaray Istanbul; er selbst ist mit allen Faninsignien bekleidet: Trikot, Mütze, Schal, Wimpel. Aber ich verstehe nicht, was er will: verkauft er irgendwas? Will er das Schiff veräußern? Wenn ja, warum bietet er es nicht an? Und was, wenn er es verkauft - hat er dann noch mehr irgendwo stehen? Und wenn nicht, wieso trägt er das Schiff so durch die Gegend? Ich bestelle mir einen Dourade, gegrillt - er schmeckt fantastisch. Während des Essens kann ich im Nebenlokal eine Bauchtänzerin sehen; sie tanzt im Lokal und dreht ihre Runden zwischen den Tischen, so daß sie manchmal zu sehen ist. Sieht gut aus. Ich lande wieder gegen 2 Uhr morgens im Hotel; ich bin völlig kaputt, lasse mich aber am nächsten Morgen um halb sieben wecken.
Nach dem gewohnt kargen Frühstück ziehe ich auf der Türkeli Caddesi ostwärts, dort habe ich nachts einen Park gesehen. Im Morgenlicht ist der Park sehr schön, ein Tümpel mit Springbrunnen sind angebracht, alles sehr grün. Bis auf ein paar Straßenfeger ist er leer, um die Uhrzeit scheinen die Besucher noch nicht loszugehen. Dabei ist es angenehm frisch, es riecht wunderbar, und es ist ausnahmsweise ruhig. Ich laufe weiter und erblicke eine orthodoxe Kirche. Während der Führung wurde uns ständig beigebracht, wie offen die Stadt sei; es gebe neben den Muslimen viele Christen und Juden, deren Kirchen und Synagogen sich harmonisch in das Stadtbild fügen. Die Kirche scheint dies zu bestätigen, allerdings macht mich die hohe stacheldrahtbewehrte Mauer drumherum etwas skeptisch. Ich klettere die steilen Straßen nach Sultanahmet, und plötzlich bin ich da: eine längliche Parkanlage, das Hippodrom, mit seinen Obelisken und einer seltsamen schlangenförmigen Säule aus Metall, die in der Mitte abgebrochen ist, und dahinter die unvergleichlich schöne Blaue Moschee. Ich betrachte sie von allen Seiten, betrete den sie umgebenden Garten und kann von ihrem Anblick nicht genug bekommen. Sie ist perfekt, ihre mächtigen sechs Minarette sehen wie durch ein Wunder schlank und elegant aus, und ihre verwirrenden Kuppelkaskaden lassen sie von jedem Punkt aus anders wirken. Während ich so dastehe werde ich von jemandem angequatscht, der mir freundlich erzählt, sie sei offen, ich könne reingehen, und hinterher würde er mich zu einem Ort gleich um die Ecke führen, in dem man türkisches Handwerk bewundern könne. In der Hoffnung, daß er dann verschwunden sein wird, gehe ich rein; dazu muß ich mir die Schuhe ausziehen und ein Tuch um die Beine binden, da ich kurze Hosen trage. Drinnen sind einige Touristengruppen, jede mit einem Reiseführer, der in irgend einer Sprache was erzählt. Ich stoße zu einer spanischen Gruppe. Der Reiseleiter sieht aus wie ein Gelehrte, mit Brille und langen, grauen Haaren, und sein Spanisch ist sehr gut, wenn auch mit den aufgeweichten Konsonanten, die ich aus den Witzen meiner Kindheit über die türkischen Einwanderer kenne: baciencia baisano. Ich erfahre über die blauen Kacheln und die Kunst, sie anzufertigen, ein Handwerk, das heute verloren sei, da man sich im 19. Jahrhundert auf Europa ausgerichtet habe und die eigene Technik vergessen habe. Er erläutert ein wenig die Anordnung der Säulen, der Nebenräume, die Ausrichtung nach Mekka. Ich laufe noch ein wenig herum, es ist alles unglaublich schön, groß, mächtig. Ich gehe wieder raus. Mein hartnäckiger Fremdenführer ist immer noch da und begrüßt mich freundlich: er git nicht auf! Ich laufe ein wenig durch den Garten und versuche ihn abzuschütteln, aber das ist nicht einfach. Er will mich irgendwohin bringen, ich laufe geradewegs zur Hagia Sophia und will mich dorthin verdrücken, aber sie hat dummerweise noch geschlossen. Ich gebe auf: so schlimm kann es doch nicht werden.
Der Laden, zu dem ich unter dümmlichen Sprüchen ("Argentinisch? Ja, das ist kein Problem, meine Bekannten lieben Argentinien!") geführt werde, entpuppt sich als ein Teppichgeschäft. Ich bin ziemlich sauer und lasse dies den Inhaber spüren. Er ist aber das genaue Gegenteil meines Begleiters, der sich übrigens sofort verdrückt hat: freundlich, nicht zu aufdringlich. Als er erfährt, daß ich Spanisch rede, ruft er einen Kollegen mit nachdenklicher Miene und traurigen Augen, und der spricht es gut. Es stellt sich heraus, daß er häufig in Buenos Aires verkehrt, und das sind keine Sprüche, er kennt die Stadt wirklich. Verkaufspsychologisch ist er ein Meister: sachte und beinahe unabsichtlich führt er mich zu den Teppichen, preist sie, läßt sie in ihren besten Farben erstrahlen. Leider habe ich kein Interesse, aber auch das läßt ihn unbeirrt. Ich erfahre viel über die Tepichherstellung, über deren mannigfaltige Gebrauchsmöglichkeiten, sogar über deren unbemerkten Transport durch den Zoll. Langsam nähert er sich seinem verkäuferischen Höhepunkt, alle meine Einwände sind sanft, aber bestimmt beiseite geräumt worden. Er nennt mir beiläufig den Preis eines wie zufällig ausgesuchten Teppichs, geschickt in fachbezogenen Erläuterungen verpackt, und als ich nicht reagiere, will er wissen, wieviel ich denn bereit sei zu zahlen. Ich lache und wiederhole, daß ich überhaupt nicht zu irgend einer Zahlung bereit sei, und als er ansetzt, mit dem Preis runterzugehen, erkläre ich ihm, daß ich nicht handeln möchte, sondern schlicht keinen Teppich kaufen will. Er ist wirklich gut: er bringt das Kunststück fertig, mir zu versichern, daß er auch nicht handeln wolle und überhaupt ein seriöser Unternehmer sei, um im gleichen Atemzug doch eine unfaßbar günstige Offerte abzugeben. Als er begreift, daß ich hart bleiben werde, verdüstert sich sein Gesicht, er sieht traurig aus, und ich habe beim Rausgehen beinahe das Gefühl, daß er mich bedauert.
Draußen ist es mittlerweile ziemlich heiß, ich laufe ein wenig herum, betrachte die Hagia Sophia wieder aus allen Seiten. Plötzlich stehe ich vor einer befestigten Toranlage, die Kraft und Würde ausstrahlt: Bab-i-Hümayum, das Tor zum Serailbereich. Dahinter ist die äußere Parkanlage, schattig angelegt, und weiter hinten ahnt man die Prachtbauten des Topkapi-Palasts. Dort angekommen, muß ich durch ein noch mächtigeres Tor mit arabischen Ornamenten und den Sultan-Insignien, und ich bin da. Es ist sehr schön, die Bauten passen harmonisch zu den Gärten, das helle Sonnenlicht rundet das Ganze ab, und im Hintergrund kann man das Meer mit den vielen bunten Schiffen sehen. An einem Seitengebäude werden kostbarste Schätze ausgestellt, einige für meine Begriffe ein wenig überladen wie de goldene Thron mit Smaragden und Rubinen, der wahrscheinlich total unbequem ist. Riesige Smaragden, ein eigroßer Diamant, Seidengewänder, reichhaltige Waffensammlungen, die Leute ließen sich nicht lumpen. In der Palastmoschee sind Islam-Reliquien aufbewahrt wie Mohammeds Barthaare und dergleichen; ein Geistlicher liest ununterbrochen aus dem Koran. Dann sehe ich mir eine Austellung mit Porträts der Sultane an; eine Wohltat, daß es alte Gemälde sind, denn deswegen ist der Raum klimatisiert. Süleyman Kanuni mit seiner gebogenen Nase und seinem weisen Gesichtsausdruck gefällt mir am besten, ich beschließe, später die Süleymanye-Moschee zu besichtigen. Dagegen sieht Mehmet Fatih furchterregend aus; ich kann einige der Vorbehalte Konstantinopels gegen seine Herrschaft nachvollziehen. Die Ausstellung wird nach einer Weile anstrengend, wenn man gar keine Ahnung hat, wer diese turbanbewehrten Herren sind, und obwohl dort ein Minikurs in Sultanologie geboten wird, kann ich beim Hinausgehen Ahmet I doch noch nicht von Ahmet II unterscheiden. Das Hinausgehen ist ein Schock: mittlerweile ist die Hitze derart angestiegen, daß eine amerikanische Touristin einen Kreislaufkollaps erlitten hat; sie liegt auf dem Rasen und blickt apathisch in den Himmel, während ihr Mann ihr Luft zufächert. Später erfahre ich, daß an diesem Mittag es im Süden der Türkei zu hitzebedingten Todesfällen gekommen ist. Ich laufe nach hinten zum Tulpengarten, dort ist sind kostbarer Marmorbrunnen und ein Kioskbau, der wohltuenden Schatten spendet. Dann trinke ich was auf der Terrasse des Restaurants auf dem Abdülmecit-Kiosk; der Blick über das Meer ist herrlich, aber dann wird es mir doch zu heiß. Ich gehe langsam durch die Palastgärten raus; zwar habe ich jetzt die Hagia Sophia nicht besichtigt, aber ich brauche ein bißchen Ruhe.
Ich laufe steil die Gassen runter zum Gülhane Parki, eine große, weiträumige Waldlandschaft. Zwar ist es hier schattig, doch an Ruhe ist überhaupt nicht zu denken: heute ist Sonntag, und halb Istanbul macht hier einen Spaziergang. Es sieht aus wie auf der Frankfurter Zeil: Paare, Familien, junge Cliquen, alle sind dort draußen und erholen sich. Natürlich sind die Straßenhändler mit dabei, es wird alles verkauft: Spieße, Börek, verschiedene Dönersorten, Maiskolben, Zuckerwatte, Luftballons und Wasser. Der Dienstleistungsgedanke hat sich hier längst durchgesetzt, ein Mann steht da mit einer Personenwaage und verlangt fürs Wiegen ein paar Lira, ein Schuhputzer will mir allen Ernstes die Sandalen polieren. Ein Wasserverkäufer mit einer pfiffigen Idee: die 5-Liter-Pulle über Nacht in den Eisschrank gelegt, das Schmelzwasser in der Mittagshitze verkauft. Auf einer Art Podest sitzen zwei dicke Mamas und backen Fladen, die eine formt sie, die andere erhitzt sie auf einem flachen Eisen. Eine Art Hau-den-August-Automat ist aufgestellt, dort geben bullige Kerle mit finsteren Blicken ihr Bestes, drum herum baut sich eine Menge Schaulustiger auf.
Ja, der Rest ist schnell erzählt, da ich keine Zeit mehr zum Schreiben habe: am Sonntag besuche ich noch die Süleymanye-Moschee nebst Friedhof (und Süleyman-Mausoleum), gehe runter zum Goldenen Horn, über die Atatürk-Brücke nach Beyoglu, klettere auf den Galata-Turm, komme durch die Gassen zum Hafen, gehe über die Galata-Brücke wieder zurück, klettere wieder nach Sultanahmet, wo ich das Schauspiel der farbigen Beleuchtung der Blauen Moschee betrachten kann, she mir die kiffenden Touristen, mit Fackeln beleuchtet, auf dem Café zwischen der Mauer und dem Hippodrom, trinke selbst noch ein oder zwei Raki, laufe zurück nach Kumkapi (nicht ohne an einem mickrigen Internet-Café haltzumachen), trinke noch ein Bier und falle völlig erschöpft um 3 Uhr morgens ins Bett. Am nächsten Tag ist Abflug, aber ich schaffe es doch noch mit dem Schiff nach Üsküdar, esse mittags in einer Kneipe an der Uferpromenade, sehe mir noch zwei oder drei Moscheen an und fahre endlich gegen 15:00 zum Flughafen.
Der Eindruck, der sich mir einprägt: Istanbul ist groß, anstrengend, und es verursacht Blasen an den Füßen. Und man könnte Monate darin verbringen, ohne daß es einem langweilig würde.

José Harvey

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