Der Islam
erkennt die vorangegangenen heiligen Bücher und Propheten mit Achtung an.
Der Begriff ''Gott '' und die Grundelemente in der Bibel und Thora, wie z.b. die Engel,
Paradies und Hölle, sämtliche Propheten ab dem Hl.Abraham werden auch vom Koran
angeeignet.
Im heiligen Buch des Islam, dem Koran, wird gesagt, daß alle Offenbarungsreligionen eigentlich aus der gleichen Quelle stammen. Die Anhänger dieser Religionen werden „Leute des Buches“ (Ehl-i Kitap) genannt, wodurch ihnen gegenüber anderen Gläubigen eine besondere Wertschätzung zuteil wird.
Der Koran betont an vielen Stellen, daß die Propheten vor Muhammed, also z.B. Noah, Abraham, Isaak, Ismael, Moses, Jesus, an die ja auch die Christen glauben, im Grunde dieselbe Offenbarung erhielten. Der Koran, bzw. der Islam ruft deshalb Juden und Christen zu einem Dialog über die Glaubensgrundsätze und fordert sie auf, zur ursprünglichen Reinheit zurückzukehren. Das schönste Beispiel dafür ist die Einladung, die dem Propheten Muhammed offenbart wurde mit den Worten: „Sag: Ihr Leute der Schrift! Kommt her zu einem Wort des Ausgleichs zwischen uns und euch. Daß wir alle Gott allein dienen und ihm nichts beigesellen; und daß wir uns einander nicht an Gottes Statt zu Herren nehmen.“ Der Koran bestätigt das Prophetentum Jesu durch die Aussage: „Und Er wird ihn die Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium lehren.“ (3,48) Außerdem werden, wie in den Evangelien, auch im Koran (z.B. 3,49) viele Wunder angeführt, die den Glauben an das Prophetentum Jesu unterstützen sollen.
Jedoch wird im Islam daran geglaubt, dass die vorangegangenen Glauben im Laufe der Zeit entartet wurden. Die Islamische Religion hervorhebt dass Mohammed der letzte Prophet ist.
Mohammed, der Prophet des
Islam, wurde in Mekka um 570 unserer Zeitrechnung geboren. Er empfing seine
religiösen Offenbarungen durch den Erzengel Gabriel. Die Offenbarungen, die Mohammed
erhielt, las er sie später seinen Freunden vor, diese schrieben es auf das
Material, welches es gerade zur Hand gabte. Diese Texte wurden nach seinem Tode von Osman,
dem dritten Kalifen, kodifiziert. Der Koran besteht aus 114 Kapiteln, Suren
genannt. Im Vergleich zu den anderen heiligen Büchern, wurde der Koran von einem einzigen
Menschen innerhalb von 22 Jahren überliefert.
Der Islam basiert auf 5 Grundgedanken :
1.Von denen der erste ''Schahada'', der Glaube an die Einmaligkeit Gottes und
seines letzten Propheten Mohammed (S.A.V) ,ist. Durch das Aussprechen der Schahada nimmt
der Andersgläubige den Islam an.
2. Das Gebet: Es gibt zwei Arten von Gebeten; dua (privat, innerlich), salat
(formell, rituell).
Im Islam wird täglich fünfmal gebetet, was rituell genau vorgeschrieben ist. Die
Gebetszeiten richten sich nach der Sonne; gleich mit dem Morgendämmerung, zu Mittag, am
Nachmittag, nach dem Sonnenuntergang und am Späten Abend. Freitags zu Mittagszeit,
zweimal im Jahr an religiösen Festtagen wird das Gebet mit der zum Gottesdienst
versammelten Gemeinde in der Moschee verrichtet.
Außer an diesen besonderen Tagen können die Muslime die Ehre an Gott auch zu Hause oder
an einem dafür geeigneten Platz erweisen. Die Gebetszeiten werden vom Muezzin
angekündigt, der die Muslime zum Gebet ruft, indem er vom Minarett aus den als ''Ezan''
genannten Gebetsruf spricht:.
EZAN
Allah ist gross; (4 mal)
Ich bezeuge, dass es ausser Allah keinen Gott gibt; (2 mal)
Ich bezeuge, dass der letzte Prophet Allahs Mohammed (sav) ist; (2 mal)
Komm zum Gebet, komm zum Heil;(2 mal)
Auser Allah gibt es keinen Gott (1 mal)
Für das religiöse Tun soll auch der Körper rein sein, wie die Seele (Abdest).
Wird aus bestimmten Gründen die rituelle Reinigung nicht ungültig, d.h. wird durch neue
Verunreinigung der Wert der rituellen Waschung nicht aufgehoben, so kann man damit den
ganzen Tag das Gebet verrichten. Sonst kann es vornehmen muss, da die vorangegangene
ungültig geworden ist.
In der Moschee wird der Gottesdienst unter der Führung des theologisch ausgebildeten
Geistlichen (Imam) ausgeführt. Dieser Vorbeter nimmt in der Gebetsnische
(Mihrap) seinen Platz ein. In der Islamischen Welt sind alle
Gebetsnischen in Richtung Mekka ausgerichtet.
Obwohl es die türkische Übersetzung vom Koran gibt, werden die Sures während der
religiösen Zeremonie und des Gebets in Arabisch vorgelesen. Da diese religiösen
Verrichtungen in einer Fremdsprache erfolgen, sind die Teilnehmer nicht in der Lage, den
vorgelesenen Text zu verstehen. Der Geistliche in der Moschee (Hoca)
sorgt dafür, dass die in Arabisch vorgelesenen Koranverse ins Türkisch übersetzt und
von der Gemeinde verstanden werden. Die sich auf Stufen erhebenden Kanzeln (Minber)
in den Moscheen sind dafür gedacht.
3.Almosengeben: Der dritte Grundgedanke vom ISLAM. Die Art wie der Gläubige einen Teil seines
Gewinnes verschenkt, ist verschieden. Er kann freiwillig ''Sadaka'' geben, soll aber den
steuerartigen ''Sadaka'' regelmäßig abgeben an den armen.
4.Fasten: Ramadan ist Fastmonat. In der ein Monatigen Fastenzeit,
genannt Ramadan, bekam Mohammed jeden Tag vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, auf
einem Berg sitzend, entfernt von den Weltlichen Gelüsten, die ersten Offenbarungen vom
Erzengel Gabriel verkündet. Es ist den Muslime während des ganzen Ramadans von der
Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang verboten, zu essen, zu trinken, zu rauchen und
sexuelle Beziehungen zu haben. Die Kranken, Kinder, Schwangeren, Frauen die ihre Periode
haben und Reisenden sind nicht verpflichtet zu fasten.
Der Ramadan als Monat des Mondkalenders verschiebt sich jedes Jahr um 11 Tage. So kommt es
auch vor, dass im Hochsommer gefastet werden muss.
5.Pilgerfahrt: Die Muslime die keine finanziellen Schulden und gesundheitliche Probleme haben, müssen einmal in ihrem Leben nach Mekka pilgern.