Das Pulsschlag einer Stadt spürt man am besten auf
den Straßen, oder besser gesagt, die Straßen geben einen Eindruck über die Stadt. In
manchen Städten unter diesem Himmel gibt es leere, einsame Straßen, die sich nur in den
Morgen- und Abendstunden mit Menschen füllen. Menschen gehen vorbei, ohne sich
anzuschauen; in Eile, ohne sich zu berühren.
Danach Stille, ohne Menschen, lange Straßen mit grauen, hohen sich zum Himmel streckenden
Gebäuden....ab und zu Autolärm. Die Haustüren sind fest geschlossen, Keine
Lebenszeichen an den Fenstern.
Aber manche Städte haben von Geburt an einen mediterranen Accent. Das Leben findet
irgendwie den Weg durch geschlossene Türen und strömt hinaus. In Istanbul sind die
Straßen zu jeder Jahreszeit lebendig.
Auch die Märkte, die sich zwischen den Straßen befinden. Man sieht, wie das Wintergrau
des Himmels mit dem Silber der Fische vom Verkaufstand zerfließt, man riecht es in
dem Duft der Orangen , in dem Geschmack der Äpfel....
Im 19.ten Jahrhundert besuchte der Däne Hans Christian Andersen Istanbul und sagte:“
Das erste, was man in Istanbul besuchen sollte sind die Märkte“ und fügt zu '' Es ist
ein riesiger Bienenstock, dessen jede Biene ein Armenier, Ägypter, türkischer Grieche
oder Türke ist''
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Letzte Aktualisierung:
7.6.2006
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