Weinender Buchstabe, der schöne arabische buchstabe '' h ''..
Die Traenen von der Kummervolle Verliebte wird zu ein Fluss..
Ein Bild vom 18. Jh. heisst ''Ah mine'l-ask''


Die Geographie unserer Liebe....eure Liebe ist eine Geographie Anatoliens... 

Zum Andenken an jene, die in den endlosen sehnsuchtsvollen Naechten, 
 
in ihren Erinnerungen ein liebes Gesicht, 
einen Stein an ihr Herz halten und mit dessen Kraft versuchen, durch die Nacht zu gehen.......
in Liebe....

Liebe in Anatolien kennt wie auch im  ganzen Osten keine Vernunft,keine Logik, keine Grenze und keinen Unterschied. 
Es ist eine bedingungslose Hingabe.Es ist Sünde, sich als ‘Hindernis’ zwischen zwei Liebende zu stellen.

 Ferhat und Sirin, Leyla und Mecnun, Kerem und Asli, Tahir und Zühre ...die berühmten Liebespaare, die vor langer Zeit lebten, und ihre Geschichten, die im türkischen Volk immer noch als Legenden lebendig sind. Aehnlich wie Romeo und Julia. 

Die vielen Märchen, in denen die Liebesgeschichten der Prinzen und Prinzessinen erzählt werden, haben schon laengst ihren Zauber verloren. Können sich die Menschen heute auf den ersten Blick so tief verlieben, obwohl sie sich kaum gesehen haben? Würden sie lieber sterben, als ihre/n Geliebte/n zu verlieren? Ich sage das gibt es auch noch heute. Jetzt lesen Sie aber was uns bis heute von vor  vielen hunderten Jahren übertragen wurde. 

Zwei Graeber auf dem Berg Ferhat Dagi von  Amasya, in einem liegt Ferhat, im anderen die von ihm geliebte Sirin. Nach der Erzählung haben sie beide vor vielen hundert Jahren gelebt, und zwar in der Stadt Amasya, dem  Geburtsort des berühmten Geographen Strabon.
Nach der Legende gab es einen Sultan Mehmene Banu , dessen wunderschöne Tochter Sirin hiess. Eines Tages wollte der Sultan für seine Tochter Sirin einen Palast bauen. Der Architekt des Bauwerks hatte einen Sohn, der hiess Ferhat . Waehrend der Bauarbeiten verliebten sich die beiden, Ferhat und Sirin. Sie trafen sich heimlich. Leider gab es kein Happy-End.
In der Nähe des Palastes gab es eine Quelle. Zwischen dieser Wasserquelle und dem Palast befand sich ein Berg. Der Sultan sagte ‘’Wer dieses Wasser duch den Berg bis an den Palast bringen kann, dem erfülle ich jeden Wunsch’’
Aus Liebe zu Sirin laesst Ferhat in den Berg ein Loch graben und das Wasser fließt bis zum Palast. Inzwischen wird dem Sultan berichtet, dass sich seine Tochter Sirin und Ferhat verliebt haben und sich heimlich treffen. Die weitere Geschichte ist voll mit Intrigen, Machtkämpfen und Kriegen. Am Ende bringt sich Ferhat um, und zwar  wegen einer Lüge, Sirin sei gestorben. Als Sirin ihn dann tot sieht, bringt sie sich auch um, beide werden an dem gleichen Ort begraben.

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Der Name Leyla ist ein Symbol dafür, daß die Ostanatolier keine Vernunft in der Liebe kennen.

Die Leyla, mit der sich ihr Geliebter bedingungslos verbinden will, und aufgehen möchte in ihrem Dasein, das dem Aufgehen der Sonne gleicht. Das türkische Volk hat die Legende von Leyla und Mecnun sehr verinnerlicht. Von den Aufführungen des  Karagöz Theaters bis zu Filmen, Gedichten und Volksliedern, überall  sieht man Leyla und Mecnun. Im 7. Jahrhundert, in der arabischen Sahara, verliebte sich Kays(Mecnun) in Leyla. Auch wenn  gesagt wird ‘’Nichts Gutes kann man von einer Liebe erhoffen, die von der Vernunft regiert wird’’ wollten die Eltern von Leyla, dass sie eine gute Ehe und eine gute Zukunft hat. Mit der Zeit verbreitete sich das Geflüster  über ihre heimliche Liebe. Als der Vater von Leyla das hört, fällt er empört eine Entscheidung:. Leyla wird mit einem anderen Mann, Ibni Selam, verheiratet. Mecnun zieht nach dieser Nachricht  vor lauter Trauer in die Sahara. Leyla belügt ihren Mann, dass sie eine Krankheit habe, und wenn er sie berühre, würde er sich auch anstecken. Nach einer Weile stirbt der Mann von Leyla. Sofort nach dieser Befreiung läuft sie in die Wüste,um Mecnun zu finden und zu sich zu nehmen. Aber was sie fand, war ein verwirrter Mecnun, er war vor lauter Kummer verrückt geworden und erkannte seine Leyla nicht mehr. Wie eine verwelkte Rose kehrte Leyla zu ihrem Stamm zurück. Und betete zu Gott, er möge sie rasch zu sich nehmen. Ihr Wunsch erfüllte sich. Nach dem die Todes-Nachricht Mecnun erreichte, kam er zu sich und lief zu ihrem Grab.


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Auch die Geschichte von Tahir und Zühre unterscheidet sich nicht wesentlich von den anderen.

Ein Sultan und sein Wesir, haben beide keine Kinder von Gott bekommen. Eines Tages bei einem Spaziergang, sehen sie einen alten Mann, der ihnen jeweils eine Apfelhälfte überreicht.. Und sagt, wenn sie diese essen, würde Gott ihnen endlich Kinder schenken. Der Sultan wird Vater einer Tochter werden, die er Zühre nennen  soll. Der Wesir soll seinen Sohn Tahir nennen. Und wenn sie gross sind, sollen die beiden heiraten. Nachdem die Kinder zur Welt kommen und beide zusammen aufwachsen, verlieben sie sich innig. Zwar ist der Sultan keiner, der sein Wort vergisst. Aber wieder gibt es böse Feinde, die hässliche Dinge über die Liebe zwischen Tahir und Zühre verbreiten. Sofort läuft wieder das gleiche Spiel wie in den anderen aehnlichen Geschichten. Schmerzvolle Tage, Tahir wird bestraft und nach der Stadt Mardin geschickt. Als Tahir wieder zurückkehrt in die Stadt, wo Zühre lebt, wird er auf Befehl des Sultans mit Pfeilen getötet. Natürlich kann mit diesem Kummer auch Zühre nicht lange leben und stirbt. Als die schwarze Dienerin, die die hässlichen Gerüchte in Umlauf gebracht hatte, dieses Ergebniss sieht, bringt sie sich vor lauter schlechtem Gewissen um. Aber auch  zwischen den Gräbern der beiden Verliebten blüht ein schwarzer Busch, der versucht, die beiden Liebenden  zu trennen.

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Von Kerem und Asli handelt eine andere Legende. Wieder vor langer Zeit,

Kerem (Ahmet Mirza) ist Sohn des Sultans, und Asli die Tochter von einem Mönch. Auch die beide verlieben sich. Und wieder ist es Liebe auf den ersten Blick. Wieder liegt vor ihnen ein Weg voller Abenteuer,bis sie ihr Glück erreichen. Der Mönch ist nicht einverstanden mit der Beziehung seiner Tochter. Nach vielen Ereignissen und mit der Hilfe des Sultans von Halep, schaffen sie es endlich, den Mönch zur Einwilligung in die Heirat zu bewegen. Doch der unwillige Mönch laesst für seine Tochter ein Zauber-Hochzeitskleid anfertigen . Am Hochzeitsabend beginnt Kerem die Knöpfe an Asli’s Kleid zu öffnen. Doch kaum ist er schon fast ganz unten angelangt, sieht er mit Erstaunen, daß sich die Knöpfe von oben her wieder von selber schließen! Das geht natürlich eine ganze Weile so weiter. Dann, als die Sonne aufging, brannte Kerem vor Sehnsucht und Begierde und stieß einen Laut der Verzweiflung aus. Er brannte innerlich so stark, daß er tatsächlich verbrannte. Und während Asli die heisse Asche aufsammelte, fingen ihre Haare zu brennen an und auch sie verbrennt zu Asche
Die meisten Geschichten haben ihr Haupthema und ihre Wurzeln in der  Mystik und in der Philosophie: Wie sehr man es auch versucht,  kann man sein Schicksal nicht aendern. Was im Schicksal geschrieben steht, das wird auch geschehen. 

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Aysen Doymaz.
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Stand: 11.02.2000