Die traditionelle Kleidung &
Regionale Braut Kleidung der Türkischen Frauen vom 18. Jahrhundert bis heute:
Im Osmanischen Reich gab es bei den Frauen regional unterschiedliche Trachten.
Die Anatolische Frau häkelte mit einer ganz feinen Nadel Blumenmuster aus Zierspitzen, die an das Kopftuch genäht wurden. Und sie vergaß auch nicht, sich zwischendurch echte Blumen ins Haar zu stecken.

Wenn sie Braut wurde, naehte sie ihren ganzen Reichtum wie Gold- und Silber-Münzen an ihr Kopftuch.Gold hat im Lebenslauf der türkischen Frauen eine ganz besondere Bedeutung. Wenn ein Baby zur Welt kommt, wird es von den Verwandten und Bekannten mit Gold beschenkt. Die neue Mutter bekommt sowohl von ihrer eigenen Mutter als von der Schwiegermutter und ihrem Ehemann ein Goldarmband. Das Interessanteste ist bei einer Verlobung oder Hochzeit zu sehen: Die Verwandten und Bekannten zeigen hier ihre Verbundenheit mit der Braut und beschenken sie entweder mit einem Gold-Armband oder mit Gold-Münzen als ein Zeichen ihrer Hilfe für die neu gegründete Ehe.

Istanbul Braut:
Hellrosa Seide-Satin mit Silber genäht.
Schleier mit Silberschmuck verziert.
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Region Rumeli, Seide Bluse und Schalvar
Weinrot samt-seidene Jacke.
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Junges Mädchen
von Rumeli

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Braut aus Ankara (links)
Rotes Braut-Kleid aus Samt
Mit Gold-Münzen verzierter Kopfschmuckhat ein Mond-Stern Motiv.

Konak Dame (rechts) Dunkel Samt-Kleid,
innen Seidenbluse. (Klick auf das Bild)

Bei den alten Türken galt der rote Schleier als Braut-Symbol. In den Städten und Dörfern trug früher jede Braut unbedingt einen roten Brautschleier, der mit kleinen Silberstücken verziert war.Das Modell des Kopfschmucks war von Ort zu Ort verschieden. Wenn wir von Mittel-Anatolien weiter nach Osten fahren, sehen wir, dass sich die Anzahl der Schmuckstücke noch vergrößert. Damals trug die bürgerliche Frau neben ihrem goldenen oder silbernen Kopfschmuck auch einen kleinen Hut, der mit Spitze aus Seiden-Garn in Form von Rosen- oder Nelken-Motiven verziert war. Teilweise wurden auch Diamant-Nadeln ins Haar gesteckt.

Ägäische Region: Türkmen Braut:

Die Seidenbluse oder ''bürümcük“, hergestellt aus einem sehr dünnen Stoff aus Seide und Baumwolle, hatte immer ein Dekollete, damit die neue Braut ihre goldenen Ketten und Münzen zeigen konnte. Im Dorf verliert die „bürümcük“ Bluse ihren Platz an ''mintan'' genannte Bluse.

Aber immer sehen wir die vielen Ketten aus Gold und Silber. Außerdem hatte Sie goldene und silberne Gürtel an, die auf der Taille auf einem ''uckur'' genannten Stoff-Gürtel getragen wurden. In den letzten zwei Jahrhunderten haben sich die Farben und das Design der Stoffe dem Modegeschmack entsprechend verändert. Im 19.Jh. war der ''elmasiye'' ein sehr beliebter Stoff, der aus goldenem und silbernem Garn gewebt und oft für die Brautkleidung verwendet wurde. Spaeter sehen wir Kleidungsstücke aus Samt, ''bindalli'' genannt.

Braut aus Kütahya-Simav :
Mit Silberfaeden gewebtes Brautkleid und Silber-Gürtel

Konak Dame aus Istanbul :
Gestreiftes Seide ''bürümcük''
Seidenbluse, auf lila Seide mit
Gold und Silber genähtes ''kaftan'' Design, lange Jacke.

Braut aus Trabzon :
Seidenbluse und am Kragen Perlen.Kopfschmuck hergestellt aus 210 Gold-Münzen.


Braut aus Canakkale-Biga :

Kopfschmuck aus Goldmünzen
und roter Brautschleier

Braut aus Bodrum :
Mit Rotem Schleier und
Frischen Blumen geschmückt.

Neulich Braut gewordene Frau
von Gaziantep:
Mit Silber-Kopfschmuck
und dentypischen Farben aus Anatolien.

Im 20.Jh. beeinflußte die europäische Mode mit ihren weißen Brautkleidern auch das Aussehen der türkischen Brautschleier. Sie wurden nun beigefarben, aber die silbernen Münzen und der Blumenschmuck aus Ziergarn blieben.Die Osmanische Dorffrau hatte ihre bequemste Kleidung an im Alltag . Die Konak Dame hatte dafür im Alltag ihr Kleid aus Samt und Seide.

In welcher Zeit wir uns auch befinden, unsere Frauen stellen sich gestern wie heute ihren Aufgaben. Die Mütter geben die Sitten und Traditionen an ihre Töchter weiter. So entsteht ein gemeinsames Lebensverständnis, das die Generationen eng miteinander verknüpft.Dieses spiegelt sich wider in der farbenfrohen Kleidung unserer Dorffrauen, in einer Nelke im Haar, in einem seidenen Tuch auf dem Kopf..... und in unserem Schmuck, der auch Ausdruck unserer Liebe ist.

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